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Pressestimmen
Thüringer Allgemeine, 28. März 2011
Was hat Bach mit gutem Essen und mit Jazz zu tun? Antworten auf diese Frage gaben am Samstag zwei Veranstaltungen des Bach-Festivals in der Dornheimer Traukirche...
von Klaus Ehring/ Eberhardt Pfeiffer
....Einen Leckerbissen ganz anderer Art hatte es am Sonnabendnachmittag in Dornheim gegeben. Das "Ensemble caleidoscope" mit Daniel Schmahl, Johannes Gebhardt und Wolfram Dix bot ein Konzert, das wohl eines der überzeugendsten des diesjährigen Bach-Festivals Arnstadt gewesen ist.
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MAIN-POST, Newsdesk Süd Redaktion Stadt und Landkreis Kitzingen,
10. Februar 2011
Die kleine Schwester der Trompete - Faszinierende Klänge des Piccolo-Horns
Kitzingen (ela). Unter dem Motto "Corno fantastico" gastierte der Hornist Daniel Schmahl zusammen mit Georg Stanek (Orgel) in der evangelischen Stadtkirche in Kitzingen. "Es muss nicht immer die Trompete sein. Auch ihre kleine Schwester, das Piccolo-Horn (auch "Corno da Caccia" genannt), ist ein faszinierendes Instrument". Das, was Daniel Schmahl aussagt, hat er voll und ganz in den barocken Konzerten, dem C-Dur-Konzert von Tomaso Albinoni und dem e-Moll-Konzert (Alessandro Marcello) bestätigt, heißt es in einer Mitteilung an die Presse. Schmahl ließ mit kultivierten, spannungsreichen Deutungen aufhorchen. Mit sauberer Intonation, Virtuosität und differenzierter Feinmotorik ging er erfolgreich zu Werke. Er reizte die tonlichen Fähigkeiten seines Instrumentes voll aus, welches eine weite Spanne von Gefühlen und musikalischen Entwicklungen darstellen kann. Raffiniert und pointiert erklangen von Schmahl, der sich als Grenzgänger zwischen Alter Musik, früher Moderne und Jazz versteht, Bearbeitungen des 20. Jahrhunderts: Ermanno Wolf-Ferraris "Strimpellatta" op. 16 und dem "Walzer" aus der "Suite für Jazzorchester Nr. 2" von Dimitri Schostakowitsch. Auch dem Ausschnitt "Il vecchio castello" aus Modest Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" verlieh er geheimnisvolle Züge, von Organist Georg Stanek sorgfältig begleitet. Solistisch trat Stanek in Johann Sebastian Bachs um 1709 in Weimar entstandenem Präludium BWV 543 in Erscheinung. Bach hat es etwa fünfzehn Jahre später mit einer in Leipzig entstandenen Fuge zu einer Einheit verbunden. Stanek ließ dem Werk eine sorgsam gestaltete und durchsichtige Interpretation angedeihen. Dasselbe geschah mit "Evocation à Chapelle Sixtine" von Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag heuer gefeiert wird. In diesem Werk wird zum Schlusse hin Wolfgang Amadeus Mozarts Chorstück "Ave verum" kunstvoll verarbeitet. ...Herzlicher Beifall in der Stadtkirche, von einer Zugabe gefolgt.
Redaktionsbüro Zeilensprung Hameln, 30. November 2010
„Fantastisch und voll musikalischer Festlichkeit“
Daniel Schmahl und Matthias Eisenberg stimmen im Münster auf die Adventszeit ein
von Ernst August Wolf
Hameln. Daniel Schmahl ist ein Spitzentrompeter, ein Musikprofi durch und durch, der selbst sieben Minuten vor Konzertbeginn noch Zeit für einen unaufgeregten Plausch auf der Orgelempore findet...Zum Einsatz kommen neben der 30-jährigen Marcussen-Orgel des Münsters gleich drei Blechblasinstrumente. Die klassische Trompete, die Irmgard Langhorst in ihrer Einführung als „das Instrument der Verkündigung“ vorstellt, sowie das Flügel- und das Piccolohorn. Das habe eine Blütezeit am Hofe des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. gehabt, erklärt Schmahl, während der „Flügelmeister“ mit dem Horn barocke Jagdgesellschaften koordiniert habe. Voll barocker Festlichkeit auch das Programm: Baldassares „Sonate in C-Dur für Trompete und Orgel“, in klarer, dialogisierender Formensprache. J.G. Walthers „Concerto del Signor Albinoni in F-Dur“ mit einem kleinen, kostbaren Adagio.
Dann, als Glanzstück, die Bachsche „Air“ aus der dritten Orchestersuite für Flügelhorn und Orgel. Schmahls Ansatz ist kongenial, meidet die gerade bei diesem Stück lauernde Gefahr einer Überemotionalisierung und reduziert es wie auch Eisenberg an der Orgel auf seine ergreifend schlichte Schönheit. Dankbare Blicke des Publikums gehen nach oben Richtung Orgelempore. Und der Zuhörer fragt sich, wie viel Bach eigentlich in Miles Davis steckt. „Im Sommer spiele ich nämlich meist Jazz“, so Schmahl, der als Grenzgänger zwischen alter Musik und Moderne stets auf der Suche nach neuen, ungewöhnlichen Interpretationsmöglichkeiten ist.
Eisenberg entfesselt derweil die tonale Gewalt der Bachfuge Nr. 532, um nach Orgelimprovisationen über drei Weihnachtslieder zusammen mit Schmahl mit dem großen Händelschen „Gloria“ den dramatischen Schluss- und Höhepunkt unter ein rundum fantastisches Konzert zu setzen. Der anhaltende Applaus galt auch dem Team des Arbeitskreises Kirchenmusik, das nach zweijährigem Bemühen diese beiden Spitzenmusiker hatte verpflichten können.
Der Westen, 30. August 2010
„Jeden achten Ton weglassen“
Kreuztal. Wir lassen von Bachs ‘Toccata in d-moll’ jeden achten Ton weg – und schon klingt es ein bisschen wie Zigeunerbarock“, begrüßte Trompeter Daniel Schmahl die Zuhörer in der St. Johanneskirche.
Zusammen mit Johannes Gebhardt an der Orgel präsentierte er im Rahmen des Kreuztalsommers einen besonderen Ohrenschmaus: „Back to Bach –Bach, Jazz & more“. Und wer noch nicht wusste, wie fetzig die Königin der Instrumente klingen kann, der erfuhr es hier...Mit Bachs anrührendem Vokalwerk „Bist Du bei mir“ aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach ( BWV 508), bearbeitet für Trompete und Orgel, wurde das außergewöhnliche Konzert eröffnet. Ihm folgte die gleichnamige Version des erst 1969 geborenen David Tim; weich und dunkel gezeichnet war der Beginn, dem helle, frische Orgelklänge und Triller mitsamt einem jazzig-schrägen Flügelhorn folgten...Mit „Jesus meine Freude“ verabschiedete sich Bach, und nach dem fetzigen „Nature Boy“ nebst „Blue Bossa“ sagten auch die hervorragenden Musiker adieu.
Westfalen Blatt, 4. August 2010
„Daniel Schmahl begeistert dreifach“
Festival in der Klosterregion beschert unvergessliche Konzerte in Corvey, Hardehausen und Willebadessen.
Kreis Höxter (WB). Trompeten- und Hornvirtuose Daniel Schmahl hat am Wochenende an drei Tagen mit drei individuellen Programmen an drei unterschiedlichen Orten im Kreis Höxter sein Publikum begeistert.
Der sympathische Potsdamer trat im Rahmen des ersten Festivals in der Klosterregion auf. Dazu benötigte es zwei Organistenvirtuosen aus Berlin und Greifswald (Tobias Berndt und Johannes Gebhardt) und verschiedene Instrumente, die Daniel Schmahl in zahlreichen Stilen zum Klingen brachte. Es war ein Meisterstück von überwältigender Lebendigkeit. In Willebadessen kam das »corno da caccia«, ein hohes Horn besonders zur Geltung, in Hardehausen die Trompete in Kombination mit dem weicheren Flügelhorn und in Corvey alle drei Instrumente mit einem Programm, das kaum Wünsche offen ließ...Im Alten Testament fordert der Psalmist auf, das Gotteslob mit allen Möglichkeiten auszuschöpfen. So heißt es im 98. Psalm: »Zum Schall der Trompeten und Hörner jauchzt vor dem Herrn, dem König!« Das gelang den Künstlern überzeugend, und das Publikum klatschte mehr als üblich. Aus manch einer Klosterorgel kamen Rhythmen und Beats hervor, die Heiterkeit und Freude verbreiteten... Das Alleinstellungsmerkmal von Daniel Schmahl und seinen Begleitern ist die schöne und intensive Tongebung, die Themenvielfalt und Perfektion. Das »Wochenende mit Daniel« in der Klosterregion wird sicher unvergessen bleiben.
Westfalen Blatt, 3. August 2010
„Jazz in sakralem Gewand“
Trompeter Daniel Schmahl verhilft Klosterorgeln zu neuem Klangverständnis
Kreis Höxter. Bossa und Buxtehude, Jazz und Barock, passt das zusammen? Es passt - und das sogar auf der Kirchenorgel gespielt. Das bewiesen am Wochenende der aus Potsdam stammende Trompeter Daniel Schmahl (41) und die Organisten Tobias Berndt (33) und Johannes Gebhardt (41).
... Ein besonderer Höhepunkt des Programms war Schostakowitschs „Walzer-Suite Nr. 2 “, mit dem die beiden Musiker das hochkarätige Konzert in Willebadessen beendeten...Beim Corveyer Konzert hatten die beiden Musiker einen besonderen Fokus auf den Jazz gelegt. So erklangen die Jazzstandards „Nature Boy“ und „Blue Bossa“ in einem ganz ungewöhnlich sakralem Gewand. Äußerst geschickt gelang es Trompeter Schmahl, den halligen Raumklang der Kirche in seine Improvisationen aufzunehmen...Fünf Jahre ist es her, dass Daniel Schmahl und Johannes Gebhardt ihr bahnbrechendes Album „Back to Bach“ aufgenommen haben, das sich auch wie ein roter Faden durch die drei Konzerte im Kreis Höxter gezogen hat und womit sie auch im Kulturland gezeigt haben, dass Barockorgeln und Jazz sich blendend verstehen.
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